The One Man Village

Woche der Brüderlichkeit

Dokumentarfilm über das friedliche Leben eines Mannes in einem vom Krieg entvölkerten libanesischen Geisterdorf.

Seit fünf Jahren ist Semaan El Habre der einzige Bewohner eines christlichen Bergdorfes im Libanon. Alle anderen, die durch den Bürgerkrieg vertrieben wurden, besuchen ihren zerstörten, verlassenen Heimatort nur noch sporadisch. Wie sie erinnert sich auch Semaan an die Zeiten einer harmonischen intakten Gemeinschaft, die für immer verloren ist. Doch nur er, der verschmitzte Lebenskünstler, hat nach dem Krieg hier seinen Frieden gefunden und steht trotz unverheilter Wunden für den Glauben an Vergebung und Versöhnung.In seinem dokumentarischen Langfilmdebüt stellt Simon El Habre seinen Onkel Semaan in den Mittelpunkt des Porträts einer verlorenen Zeit und eines Mannes, der in einem zerrissenen Land ein friedliches und zufriedenes Leben führt. Details über seinen biografischen Hintergrund und den des Bürgerkriegs spart der Regisseur zugunsten einer sehr atmosphärischen, in sich ruhenden, nie missionarisch werdenden Beobachtung eines Lebensraums aus, an dessen Zerstörung besonders die nichtarabische Welt kaum Anteil nahm.

Libanon 2008 • Regie: Semaan Bil Da’yia • Mit Simon El Habre • (Mitwirkende) Semaan El Habre • ab 0 J. •liban.OmU • • 86 Minuten

(OmU)

Vorstellungen

  • Sonntag, 07.03.2010, 19:00 Uhr
  • Mittwoch, 10.03.2010, 21:15 Uhr
  • Freitag, 12.03.2010, 17:00 Uhr