Albert Kahn – Architekt der Moderne
Albert Kahn (1869-1942), in Rhaunen in Deutschland als Sohn eines Rabbi geborener Jude, machte in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts in den USA eine außergewöhnliche Karriere als Architekt. Das Land gab ihm, was es allen versprach: unbegrenzte Möglichkeiten. Und Albert Kahn baute ihm dafür den zweiten großen amerikanischen Traum. Diesmal war er aus Stahlbeton, Glas und Licht. Zusammen mit seinem Bruder Julius entwickelte er die breite und auf wissenschaftlichen Methoden gegründete Anwendung des Stahlbetons in der Architektur des 20. Jahrhunderts. 1908 produzierte Henry Ford das legendäre Model T, eine neue Ära der Industrieproduktion begann. In den alten aufgemauerten, sich mit Türmchen und Kreuzgang nach vergangenen Zeiten sehnenden Fabriken wäre das nicht möglich gewesen. Kahn gab den neuen Techniken ihre eigene Architektur. Dieter Marcellos Dokumentarfilm ruft alle die Hoffnungen auf, die sich den traumlosen Mondlandschaften der großen Industrien eingesenkt haben und die man ihnen längst nicht mehr ansieht. Charles Ives Symphonien berühren Stahlbetonflächen wie Denkmale. Eine „gefrorene Musik“ nannte Kahn einmal die Architektur. Doch klingen auch Stahlwerke? Nach diesem Film will man es beinahe glauben.
D 2007 • Regie: Dieter Marcello • ab 0 J. • 80‘
Vorstellungen
- Freitag, 24.04.2009, 19:00 Uhr in Anwesenheit des Regisseurs
- Samstag, 25.04.2009, 17:00 Uhr
- Dienstag, 28.04.2009, 19:00 Uhr
